Glyphosat ist zurzeit in aller Munde und gilt als krebserregendes Mittel, das in großem Stil in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Doch was ist Glyphosat überhaupt und wie wirkt es sich auf die Umwelt aus?

Glyphosat in der Landwirtschaft

Glyphosat ist ein in der Landwirtschaft weit verbreitetes Mittel zur Bekämpfung von pflanzlichen Schädlingen, ein sogenanntes Herbizid. Mit Ausnahme von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen führt es für alle damit behandelten Pflanzen zum Absterben. Doch wieso wird es dann so häufig eingesetzt? Im Vergleich mit anderen Herbiziden weist Glyphosat eine kürzere Lebensdauer und eine niedrigere Toxizität gegenüber Tieren auf, was zunächst positive Faktoren für die Landwirtschaft sind und für den Einsatz von Glyphosat sprechen. Mittlerweile wird allerdings kontrovers darüber diskutiert, ob eine mögliche Gesundheitsgefahr von dem Wirkstoff ausgeht. Seitens der Internationalen Agentur für Krebsforschung wird es als „wahrscheinlich krebserzeugend“ bewertet. Das wird vor allem dann zum Problem wenn Grenzwerte, insbesondere im Grundwasser überschritten werden. Eine Überschreitung der vorgeschriebenen Werte konnte u.a. in Italien, Deutschland, Niederland, Frankreich und Spanien festgestellt werden.

Bedeutung für die Schädlingsbekämpfung

Glyphosat wird in der Schädlingsbekämpfung in der Regel nicht eingesetzt. Allerdings kommen andere Substanzen zum Einsatz, die eine mindestens genauso hohe Belastung für die Umwelt sein können. Professionelle Kammerjäger sollten daher stets nach dem Risikominimierungsprinzip arbeiten. Unter Risikominimierungsmaßnahmen versteht man den bewussten Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln. Dazu gehört, dass solche Mittel grundlegend nur dann eingesetzt werden, wenn es notwendig ist und ausschließlich in vertretbaren Mengen. Rodentizide etwa, die zur Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt werden, sollten zudem immer in speziellen Köderboxen ausgebracht werden. Neben dem Schutz der Umwelt, gilt es nämlich ebenso Haustiere und Mitmenschen vor gefährlichen Mitteln zu schützen.

Das ist auch der Grund wieso Laien niemals zu Giftstoffen greifen sollten, um ein Schädlingsproblem in den Griff zu bekommen. Insbesondere Sprüh- oder Nebelmittel lagern sich unsichtbar an Gegenständen, Möbeln oder Lebensmitteln ab und können auf diese Weise zur Gefahr für Haustiere oder Mitmenschen werden.

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