Siebenschläfer (Glis glis) im Haus können für Betroffene äußerst lästig sein. Die nachtaktiven Tiere verhalten sich nicht gerade leise und können auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen einige Schäden anrichten. Das Problem: Siebenschläfer stehen unter Artenschutz und dürfen daher weder gejagt oder gefangen, geschweige denn getötet werden. Verstößt man gegen diese Vorschriften drohen empfindliche Bußgelder. Auch professionelle Schädlingsbekämpfer sind von dieser Regelung nicht ausgenommen! Man kann daher lediglich versuchen die Tiere zu vertreiben und präventive Maßnahmen zur Abwehr von Siebenschläfern einrichten. Dies ist besonders sinnvoll, wenn sie schon mal Besuch von einem dieser Nagetiere hatten.

Siebenschläfer im Haus erkennen

Der Siebenschläfer ist ein mausähnliches, nachtaktives Nagetier, das äußerlich an ein Eichhörnchen erinnert. Mit einer Kopf-Rumpflänge von 13 bis 18 cm und einer Schwanzlänge von 11 bis 15 cm ist der Siebenschläfer jedoch deutlich kleiner. Besonders auffällig sind die großen schwarzen Augen, die rundlichen Ohren und der buschige Schwanz. Der ursprüngliche Lebensraum dieser Tiere ist in Laubwäldern, wo sie sich gerne in Baumlöchern einnisten. Durch die steigende Population und dem kleiner werden ihrer Lebensräume weichen sie allerdings vermehrt auf Alternativen aus. So nisten sie gerne in großen Gärten, in Vogelhäusschen oder auch unter den Dächern von Häusern. Als nachtaktive Tiere schlafen sie tagsüber und beginnen nachts mit ihrer Nahrungssuche. Dabei veranstalten sie oft solchen Lärm, dass viele Betroffene keinen Schlaf mehr finden.

Maßnahmen gegen Siebenschläfer

Da die Nagetiere unter Artenschutz stehen, gibt es nicht viele Maßnahmen, um sie wieder loszuwerden. Die effektivste Methode ist ihnen erst gar keine Möglichkeit zu geben sich einzunisten. Leichter gesagt als getan und in der Regel macht man sich erst Gedanken darüber wenn man schon betroffen ist. Wer allerdings schon mal Besuch vom Siebenschläfer hatte und ihn wieder losgeworden ist, sollte sich unbedingt bei einem professionellen Schädlingsbekämpfer nach präventiven Maßnahmen erkundigen. Dazu gehört z.B. das Verschließen von möglichen Zugängen wie offen stehende Rohre, Kellerfenster o.ä. mit entsprechenden Gittern.

Hausmittel gegen Siebenschläfer

Hat sich ein Siebenschläfer eingenistet, kann man mit verschiedenen Gerüchen versuchen ihn zu vertreiben. So meiden sie beispielsweise den Geruch von Mottenkugeln, Möbelpolitur oder Räucherstäbchen. Regelmäßiges Putzen kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Zum einen empfinden sie den Geruch von Putzmitteln als störend und zum anderen mögen sie es nicht wenn um sie herum Unruhe herrscht. Diese Hausmittel können zwar hilfreich sein, garantieren aber keinen Erfolg. Wenn sich die Tiere nicht vertreiben lassen und Sie sich stark beeinträchtig fühlen, sollten Sie sich von einem professionellen Schädlingsbekämpfer vor Ort beraten lassen.

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