Frische Lebensmittel

Schädlinge in der Lebensmittelindustrie sind ein sehr empfindliches aber stets aktuelles Thema. Insbesondere dort wo Lebensmittel hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden, müssen Schädlinge mit größter Konsequenz vermieden werden. Ameisen, Motten, Ratten, Käfer oder andere Insekten tragen eine Vielzahl von Bakterien oder Viren in sich, die bei Kontakt schnell auf Lebensmittel übertragen werden können. Der Verzehr solcher Produkte kann gefährliche Krankheiten wie beispielsweise Salmonellen, SARS oder Typhus auslösen. Die Gesetzgebung schreibt daher strenge Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung vor um den hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden.

HACCP-Konzepte für Unternehmen

Seit 2006 schreibt die Lebensmittelhygiene-Verordnung vor, dass alle Unternehmen, die Lebensmittel herstellen oder mit Lebensmitteln in irgendeiner Weise umgehen ein HACCP-Konzept haben müssen. HACCP steht dabei für hazard analysis and critical control points und meint die Analyse, Kontrolle und Dokumentation sogenannter kritischer Punkte im Herstellungsprozess. Solche Konzepte werden individuell auf die Prozesse in Betrieben abgestimmt und sind klar auf präventive Maßnahmen ausgerichtet. Im Kern sieht ein HACCP-Konzept vor,

  • Die kritische Gefahrenstellen zu identifizieren und zu analysieren
  • die Kontrollpunkte zu überwachen
  • ggf. Gegenmaßnahmen durchzuführen
  • das Verfahren regelmäßig zu überprüfen und zu überarbeiten

Schäden durch Schädlinge in der Lebensmittelindustrie

Kommt es bei der Herstellung, der Lagerung oder dem Vertrieb von Lebensmitteln zu einem Schädlingsbefall können sowohl für den Endnutzer, als auch für den Betrieb große Schäden entstehen. Neben den gesundheitlichen Problemen für den Kunden, geht ein Befall mit erheblichen finanziellen Kosten einher. Bekämpfungen durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer sind in der Lebensmittelindustrie meist sehr aufwendig, komplex und langwierig. Ein weiteres Problem für die Unternehmen stellt der Reputationsverlust dar. Wird ein Schädlingsbefall öffentlich und müssen Produkte zurückgerufen werden, ist ein Zurückgehen der Verkaufszahlen vorprogrammiert. Es können daher sowohl gesundheitliche und finanzielle Schäden, als auch Imageverluste entstehen.

In der Regel entstehen solche Befälle trotz Vorkehrungsmaßnahmen durch Probleme in der Lieferkette, zum Beispiel durch Zutaten oder über die Verpackung oder durch Probleme bei der Abfallentsorgung. Sind Schädlinge erstmal in Lagerräume vorgedrungen finden sie dort die optimalen Lebensbedingungen vor breiten sich rasant aus.

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