Rote Flecken und ein andauernder oder wiederkehrender Juckreiz sind in der Regel eindeutige Anzeichen für einen Floh oder Bettwanzenbefall. Doch wie unterscheiden sich Flöhe und Bettwanzen und welche Bekämpfungsmittel helfen, die Schädlinge wieder loszuwerden?

Um herauszufinden, ob es sich um Flöhe oder Bettwanzen handelt, sollte man zunächst wissen, wie ein Befall zustande kommt. Während Flöhe in den meisten Fällen über Haustiere eingeschleppt werden, sind Bettwanzen häufig „Mitbringsel“ aus Urlaubsländern. In Deutschland treten Bettwanzen auf natürlichem Weg nur äußerst selten auf, wenn sehr unhygienische Zustände vorherrschen. Wahrscheinlicher ist, dass sie den Weg in die Wohnung über das Reisegepäck finden, denn Urlaubsländer und insbesondere Hotels haben deutlich häufiger mit den Schädlingen zu kämpfen. Lässt sich die Einschleppung durch ein Haustier oder durch das Reisegepäck ausschließen, ist das ein guter Hinweis zur Identifizierung der Schädlinge.

Verdacht auf Flohbefall

Achten Sie auf die Verhaltensweisen ihres Haustieres, denn Flohbisse sind nicht nur für Menschen unangenehm. Kratzt sich Ihr Haustier öfters als üblich, legt auch das den Verdacht auf Flöhe nahe.

Wanzen- und Flohbisse unterscheiden sich äußerlich nur marginal. Sowohl Wanzen, als auch Flöhe beißen in der Regel mehrfach zu, um den ideal Punkt zum Blutsaugen zu finden. Wanzen hinterlassen dabei eine kleine blutige Stelle, die bei genauem Hinsehen auch zu erkennen ist. Während Flöhe keinen Halt vor Kleidung machen und auch an bedeckten Stellen zustechen, bevorzugen Bettwanzen textilfreie Stellen. Typisch sind Füße, Knöchel und Bereiche um die Hüfte, je nachdem was man beim Schlafen trägt.

Kotspuren von Flöhen findet man in der Regel dort, wo sich Haustiere häufig aufhalten. Untersuchen Sie daher die Lieblingsplätze, aber auch das Haustier selber auf kleine schwarze Punkte. Mit einem Flohkamm lassen sich Kotreste, aber auch tote Flöhe oder Hautreste aus dem Fell bürsten. Um sicher zu gehen, dass es sich nicht um normalen Dreck handelt, kann man die Körnchen auf einem weißen Blatt Papier zerdrücken. Färbt sich der Fleck bräunlich, handelt es sich eindeutig um Kot-Reste.

Verdacht auf Bettwanzen

Wie sich Bettwanzenbisse von Flohbissen unterscheiden haben wir bereits beschrieben. Da Bettwanzen blutige Bisse hinterlassen, kann es vorkommen, dass sich auf der Bettwäsche Blutflecken finden. Bei Flohbissen ist das nicht der Fall.

Bei einem Bettwanzenbefall können sich Nymphenhäute und tote Bettwanzen im Reisegepäck, am Bett oder in der Bettwäsche finden. Daher sollten Sie alles gründlich absuchen und das Bett, soweit möglich, auseinanderbauen und inspizieren.

Bei einem ausgebreiteten Befall kann zudem ein unangenehm süßlicher Geruch auftreten. Dabei handelt es sich um ein Sekret, das die Bettwanzen absondern, um sich gegenseitig anzulocken.

Wichtig: Diese Anzeichen für einen Befall geben keine Sicherheit, sondern sollen Betroffenen die Entscheidung erleichtern ob professionelle Hilfe notwendig ist. Verstärkt sich der Verdacht auf einen Befall, sollte ein professioneller Kammerjäger hinzugezogen werden, denn die Bekämpfung der Schädlinge ist sehr kompliziert und aufwendig.
Weitere Informationen zu Bettwanzen finden Sie in unserem Beitrag: Bettwanzen – Wo kommen Sie her und wie wird man sie los?

  1. Ein Indiz, dass es sich um Bettwanzenbisse handen könnte, ist ja auch, wenn man die Bisse erst am Morgen danach bemerkt, da die Plagegeister ja nachtaktive Gesellen sind. Auch sprechen dicht aufeinanderfolgende Rötungen (die sog. Wanzenstraße) für Bettwanzen. Wer keine Haustiere hat, kann Flöhe außerdem ja nahezu ausschließen. Viele Grüße, Enrico

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