Bettwanzen sind sehr unangenehme Parasiten, die vermehrt in den kalten Monaten des Jahres auftreten. Mit mangelnder Hygiene hat das in der Regel selten etwas zu tun. Viel häufiger werden die kleinen Schädlinge mit gebraucht gekauften Möbeln, Bilderrahmen, Matratzen oder dem Reisegepäck eingeschleppt. Hat man sie erstmal in der Wohnung, nisten sie sich schnell ein und sind nur äußerst schwer wieder loszuwerden. Beim Kauf von gebrauchten Sachen, z.B. auf dem Flohmarkt sollte man daher sehr vorsichtig sein und die Dinge zuvor gründlich untersuchen. Mit 4-6 mm sind die Wanzen zwar sehr klein, aber dennoch mit bloßem Auge zu erkennen.

Reaktionen auf Bettwanzenstiche

Bettwanzen sind vor allem nachts aktiv. Im Schutz der Dunkelheit kommen die Insekten aus ihren Verstecken und suchen sich einen Wirt. Die Bisse bzw. Stiche der Bettwanzen selber nicht schmerzhaft. Daher merken Opfer meist erst am nächsten Tag oder sogar noch später die juckenden Quaddeln am Körper. Das liegt unter anderem auch daran, dass Betroffene unterschiedlich auf Bettwanzen reagieren. Manche bemerken die Stiche erst wenn sie regelmäßig über einen längeren Zeitraum gestochen werden. Andere reagieren wiederum sehr schnell mit stark juckenden Hautausschlägen.

Wie wird man Bettwanzen wieder los?

Im Umgang mit Bettwanzen werden sehr häufig 2 schwerwiegende Fehler begangen. Zum einen sind sich viele Betroffene zunächst gar nicht darüber im Klaren, dass sie einen Bettwanzenbefall im Haus oder in der Wohnung haben. Daher wird in vielen Fällen erst dann etwas unternommen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Entdeckt man Stiche an sich, denkt man nicht sofort an Bettwanzen. Treten aber häufiger bzw. in regelmäßigen Abständen Stiche auf, sollte man misstrauisch werden. Zudem sollte man darauf achten, ob sich Blutflecken oder kleine schwarze Punkte (Bettwanzenkot) im Bett befinden.

Der zweite Fehler ist, dass viele Menschen zunächst selber versuchen den Befall mit Hausmitteln zu bekämpfen. Bettwanzen sind sehr widerstandsfähig und nur äußerst schwer zu beseitigen. Der Einsatz von Hausmitteln wie ätherische Öl oder andere Duftstoffe sind völlig wirkungslos. Es verschlimmert eher das Problem, da es den Wanzen Zeit gibt sich einzunisten und auszubreiten. Was Bettwanzen hingegen nicht vertragen ist Kälte. Kleinere Gegenstände wie Kissen, Bettwäsche o.ä. könnnen daher für 1-3 Tage im Gefrierfach eingefroren werden. Dadurch sterben Wanzen, Larven und Eier zuverlässig ab. Allerdings hilft auch diese Maßnahme nur bedingt, da sich die Parasiten nicht in der Bettwäsche einnisten sondern in der Matratze, am Bettgestell, in Schränken und sonstigen Gegenständen.

Bettwanzen professionell bekämpfen

Ein nachhaltiger Erfolg bei einem Bettwanzenbefall wird nur mit einer professionellen Bekämpfung erzielt. Dabei kommen Geräte zur Warmluft- und Kälteanwendung, sowie spezielle Insektizide zum Einsatz. Regelmäßige Kontrollen und Monitoring ist zudem sehr wichtig, um Bettwanzen dauerhaft zu beseitigen.

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