Die Bernstein-Waldschabe stammt ursprünglich aus Südeuropa, tritt mittlerweile aber auch häufiger in unseren Gefilden auf. Mit ca. 15 mm Länge ist sie deutlich kleiner als die Orientalische Schabe und etwa genau so groß wie die Deutsche Schabe. Anders als ihre Artgenossen gilt die Waldschabe jedoch nicht als Hygiene- oder Vorratsschädling, sondern lediglich als Lästling. Das bedeutet allerdings nicht, dass man die Schabe gewähren lassen sollte.

Äusserliche Merkmale der Bernstein-Waldschabe

Bernstein-Waldschabe

Deutsche Schabe
By Amada44 [GFDL or CC BY 3.0], from Wikimedia Commons

Für Laien ist eine generelle Identifizierung von Schädlingen derselben Art immer schwierig. Daher sollte man insbesondere auf einzelne Merkmale achten, welche die Schädlinge von verwandten Arten abgrenzen. Am einfachsten geht das, wenn man den Schädling, in diesem Fall die Waldschabe mit einem Glas einfängt. Wie bereits beschrieben ist die Bernstein-Waldschabe etwa 15 mm lang und damit genau so groß wie die Deutsche Schabe. Die Orientalische Schabe kann zum einen aufgrund ihrer Größe von bis zu 30 mm und zum anderen an der deutlich dunkleren Färbung ausgeschlossen werden.

Zur Deutschen Schabe gibt es 3 eindeutige Merkmale, an denen auch Laien den Unterschied feststellen können. Der auffälligste Unterschied ist der Halsschild. Während der Halsschild bei der Bernstein-Waldschabe einheitlich braun ist, hat die Deutsche Schabe zwei dunkelbraune bis schwarze Längsstreifen, die parallel zum Körper verlaufen.

Des Weiteren ist die Deutsche Schabe ausschließlich nachtaktiv. Das trifft auf die Waldschabe nicht zu. Entdecken Sie tagsüber aktive Schaben, deutet das daher auf Waldschaben hin. Zudem sind die ausgewachsenen Exemplare der Waldschaben, im Gegensatz zu ihren Verwandten relativ gut flugfähig.

Schadpotential und Maßnahmen

Waldschaben leben in unserer natürlichen Umgebung in Wäldern, Gebüschen und Gärten. Insbesondere in ländlichen Gebieten sind die Schaben daher häufiger vertreten und gelangen über offene Fenster und Türen in Wohnungen. Dort sind zwar unerwünscht, da sie bei vielen Menschen Ekel auslösen, stellen jedoch keine gesundheitliche Gefahr dar. Da sie sich ausschließlich von zersetzendem Pflanzenmaterial ernähren, verunreinigen Waldschaben keine Lebensmittel und infizieren sie mit Krankheitserregern. Darüber hinaus sterben Waldschaben im Haus nach einigen Tagen ab.

Unter optimalen Bedingungen können sich Waldschaben allerdings massenartig vermehren. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Tiere häufiger den Weg in die Wohnung finden. Abhilfe kann das Anbringen von Fliegengittern schaffen. Diese schützen nicht nur vor den Waldschaben, sondern auch vor anderen Schädlingen.

Wichtig: Können Sie die Schabenart selber nicht eindeutig identifizieren, sollten Sie unbedingt einen professionellen Kammerjäger hinzuziehen. Sowohl die Deutsche als auch die Orientalische Schabe sind große Vorrats- und Hygieneschädlinge, die unbedingt professionell bekämpft werden müssen.

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