Mäuse sind auf den ersten Blick zwar niedlich, können als ungebetene Gäste im Haus aber ähnlich große Schäden anrichten wie Ratten. Als Hygiene- und Materialschädlinge sollte man sie nicht gewähren lassen und schnell Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen. Tut man das nicht, kann es innerhalb von kürzester Zeit zu einer rasenden Vermehrung der Nager kommen. Eine nachhaltige Bekämpfung ist mit einfachen Mitteln dann nicht mehr durchzuführen.

Vor allem wenn es draußen kalt ist, suchen sich die Nagetiere mit Vorliebe einen Unterschlupf in beheizten Gebäuden, wo sie sich schnell einnisten und vermehren. Bei ihrer Suche nach Nahrung verunreinigen sie nicht nur Lebensmittel und machen diese ungenießbar, sondern richten auch wirtschaftliche Schäden durch Nage- und Kratzspuren an. Holzschränke, Leitungen, Kabel und ähnliches sind für die kleinen Nagetiere mit den scharfen Zähnen kein Problem. Kurzschlüsse durch angenagte Kabel sind bei einem Mäusebefall keine Seltenheit. Des Weiteren werden Mäuse als Hygieneschädlinge kategorisiert, da sie durch ihre Exkremente und ihren Speichel Krankheiten wie den Hantavirus übertragen können.

Mäuse im Haus bekämpfen

Generell gibt es gute Möglichkeiten Mäuse im Haus zu bekämpfen. Allerdings ist das stark davon abhängig ob es sich um einen Befall im Anfangsstadium handelt oder sich die Mäuse bereits vermehrt haben. Einzelne Mäuse können tatsächlich in Eigenregie mit Schlag- oder Lebendfallen bekämpft werden. Bei einem ausgewachsenen Befall wenden Sie sich bitte umgehend an einen professionellen Schädlingsbekämpfer.

Schlag oder Lebendfallen

Die Schlagfalle ist die wohl bekannteste Art Mäuse und Ratten zu fangen. Sie zwar sehr effektiv und wird häufig eingesetzt, allerdings ist eine Falle, die Nagern das Genick oder Rückgrat bricht, milde ausgedrückt, nicht besonders tierfreundlich. Das gilt zwar auch für Giftstoffe, auf die wir später noch zurückkommen, allerdings gibt es bei einem gewissen Ausmaß des Befalls keine Alternative. Zu Schlagfallen hingegen schon. Lebendfallen sind in gleichem Maße effektiv und ermöglichen es, die Maus wieder in freier Wildbahn auszusetzen. Der Nachteil an dieser Lösung: Wie jedes andere Tier auch, können verängstigte Mäuse zubeißen oder kratzen. Um sich davor zu schützen, sollte man daher biss- und kratzfeste Handschuhe tragen. Außerdem sollten die Mäuse mehrere 100 Meter entfernt vom Haus ausgesetzt werden, da sie ansonsten mühelos zurückfinden. Wem das zu umständlich ist, sei gesagt, dass das Entfernen von Mäusen aus Schlagfallen kein angenehmer Anblick ist.

Giftstoffe gegen Mäuse

Eine Bekämpfung von Schadnagern mit Giftstoffen, findet in der Regel durch Fraßköder statt, die sogenannte Rodentizide enthalten. Dieser Wirkstoff verhindert die Blutgerinnung, sodass die Mäuse innerlich verbluten. Was sich hart anhört, ist bei einem ausgewachsenen Befall allerdings häufig die einzige Möglichkeit, die Schadnager nachhaltig und effektiv loszuwerden. Da solche Giftstoffe jedoch nicht nur für Mäuse, sondern auch für Haustiere und Mitmenschen gefährlich sein können, sollten diese Maßnahmen stets dem Profi überlassen werden. Professionelle Kammerjäger bringen die Bekämpfungsmittel in sicheren Köderboxen aus, sodass ausschließlich die Nagetiere den Wirkstoff aufnehmen.

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