Speckkäfer

Von einem Speckkäfer werden viele Menschen noch nichts gehört haben, obwohl der Käfer recht weit verbreitet ist und den meisten schon mal unbewusst über den Weg gelaufen sein wird. In Europa gibt es etwa 144 Arten dieser Käferfamilie, von denen 68 in Mitteleuropa beheimatet sind.

In der freien Natur erfüllt der Speckkäfer eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem. Die Larven des Käfers ernähren sich gerne von Kreatin, was unter anderem in Federn, Haaren und Fellen vorkommt. Sie tragen daher dazu bei, auf natürlichem Weg Tierkadaver oder Überreste aus Vogelnestern zu beseitigen.

Der Speckkäfer als Schädling

Gelangt der Käfer jedoch in die Wohnung, kann er sich auch sehr schnell zum Vorratsschädling entwickeln. Dabei ist nicht der Speckkäfer selber das Problem, sondern die Speckkäferlarven. Was in der freien Natur zur Erhaltung des Ökosystems beiträgt, führt in der Wohnung häufig zu Lochfraß in Filz- bzw. Wollstoffen oder in Fellen und Teppichen. In gewerblichen Betrieben der Textilbranche oder Museen sind die verschiedenen Speckkäferarten als Museumskäfer, Pelzkäfer, Teppichkäfer oder Wollkrautblütenkäfer bekannt und gefürchtet. Dort kann ein Befall hohe wirtschaftliche Schäden und Kosten verursachen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz, werden die Speckkäfer-Weibchen häufig in Ritzen im Parkett oder in Teppichen und Schränken fündig. Die Larven ernähren sich dann entweder von Haaren oder Hautschuppen, die Menschen auf ganz natürlichem Weg verlieren oder von den angesprochenen Textilien.

So werden Sie den Speckkäfer wieder los

Im gewerblichen Rahmen sollte stets ein professioneller Kammerjäger hinzugezogen werden, da die Lokalisierung, sowie das Ausmaß eines Befalls nur vom Profi zuverlässig eingeschätzt werden kann. Die Maßnahmen der Bekämpfung richten sich dementsprechend nach dem Befund.

In Privatwohnungen richten sich Bekämpfungsmaßnahmen ebenfalls nach dem Ausmaß des Befalls. Bemerkt man die Käfer oder Larven früh genug, können sie einfach mit dem Staubsauger abgesaugt werden. Allerdings sollte man daraufhin sämtliche Textilien und Kleiderschränke etc. sorgfältig auf Lochfraß oder weitere Larven und Eier untersuchen. Tritt beides vermehrt auf, kann das ein Hinweis auf einen ausgebreiteten Befall sein, bei dem zumindest der Rat eines Schädlingsbekämpfers eingeholt werden sollte. Wenn sie alle sichtbaren Larven, Eier und Käfer beseitigt haben, achten Sie in den nachfolgenden Tagen und Woche verstärkt auf ein erneutes Auftreten in den befallenen Räumen. Wichtig ist, dass der Staubsaugerbeutel, nach dem Absaugen, außerhalb des Hauses entsorgt wird.

Fotonachweis

By André Karwath aka Aka [CC BY-SA 2.5], from Wikimedia Commons, Größe verändert & gedreht

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