Deutsche Schabe: (Blattella germanica)
Ordnung: Schaben, Blattodea
Familie: Blattellidae

Aussehen

Die ausgewachsene Deutsche Schabe wird zwischen 13 und 16 mm lang und ist hellbraun gefärbt. Damit ist sie deutlich heller und kleiner, als die ebenfalls häufig auftretende Orientalische Schabe. Sie besitzen lange, schnurförmige Antennen und sind mit ihren kräftig entwickelten Laufbeinen, auch an glatten Wänden, gute Läufer und Kletterer. Auf dem deutlich zu erkennenden Halsschild sind zwei dunkelbraune Längsstreifen abgebildet. Diese unterscheiden sie wiederum von der sonst sehr ähnlichen Bernstein-Waldschabe, die nicht als Vorrats- und Hygieneschädling gilt. Die Larven durchleben in ihrer Entwicklung 5-10 Häutungen. In den ersten beiden Stadien haben sie eine dunkelbraun bis schwarz gefärbte Brust und einen hellbraunen Streifen auf dem Rücken. In den späteren Stadien wird die Färbung deutlich heller, bis zu einem gelblichen Ton.

Nahrung

Schaben sind Allesfresser. Sie bevorzugen zucker- und stärkehaltige Nahrung, machen aber auch vor sämtlichen anderen Stoffen nicht halt. Grundsätzlich ist ihre Nahrung vorwiegend pflanzlicher Natur, mit den beißenden und kauenden Mundwerkzeugen, sind jedoch auch tierische Produkte kein Problem.

Schadpotential

Schaben gehören zu den größten Hygiene- und Vorratsschädlingen, sowohl für Privathaushalte, als auch für Betriebe und die Industrie. Sie übertragen eine Vielzahl an Krankheitserregern über Kot, Speichel, Kropfinhalt und über die Körperoberfläche. Die Fraßschäden an Lebensmitteln sind zwar meistens gering, durch den reinen Kontakt werden sie allerdings für Menschen und Tiere ungenießbar. Von Schaben kontaminierte Lebensmittel können zu schweren Lebensmittelvergiftungen und Allergien führen.

Lebensweise und Fortpflanzung

Die weiblichen Schaben tragen ihre Eier bis zum Schlüpfen der Larven mit sich herum. Die Entwicklung bis zur ausgebildeten Schabe dauert in der Regel ca 7 Monate. Schaben können bis zu 3 Generationszyklen je 36 Eier pro Jahr ausbilden.

Nachweis

Sichtung von lebenden oder toten Exemplaren. Bei einem starken Befall tritt ein Ammoniak-ähnlicher Geruch auf. Ein professioneller Nachweis wird durch die Ausbringung von Klebefallen erreicht.

Bekämpfung

Bekämpfungsmaßnahmen richten sich stark nach den äußerliche Begebenheiten. Generell erfolgt die Bekämpfung mit Ködergelen, die gezielt entlang der Laufwege und in den Verstecken ausgebracht werden. Dazu sind ein umfassendes Wissen über die Biologie der Schaben und Erfahrungswerte notwendig. Ködergele müssen regelmäßig kontrolliert und neu ausgebracht werden.

Prävention

Regelmäßiges Monitoring mit Klebefallen in Betrieben, insebsondere der Lebensmittelindustrie. Lagerung der von Lebensmittel in fest verschließbaren Kunststoff- oder Glasbehältern. Kontrollieren und regulieren der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.

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