Brauner Pelzkäfer: (Attagenus pellio)
Ordnung: Käfer Coleoptera
Familie: Speckkäfer Dermestidae

By gbohne from Berlin, Germany [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons

Aussehen

Der Braune Pelzkäfer wird zwischen 3 und 5,5 mm lang und hat eine ovale Körperform, an der er gut zu erkennen ist. Der Kopf ist deutlich unter einem dunkelbraunen Halsschild verborgen. Die Flügel bzw. Flügeldecken sind deutlich heller als der Halsschild, sind braun-gelblich gefärbt mit einer dichten Behaarung. Die Larven des Braunen Pelzkäfer werden bis zu 7 mm lang, sind auf der Rückseite gelbbraun gefärbt und auf der Unterseite deutlich heller. Die einzelnen Segmente der Larven haben deutlich Borsten an den Seiten, sowie einen Borstenschwanz am hinteren Ende.

Nahrung

Felle, Häute, Pekze, Federn, Teppiche, Tierfutter und sonstige Getreideprodukte sind die Hauptnahrungsquelle für Braune Pelzkäfer. Generell ernähren sie sich von sämtlichen, trockenen Stoffen tierischer und pflanzlicher Herkunft.

Schadpotential

Als Materialschädlinge treten sie häufig in Wohn- oder Möbelhäusern und Betrieben der Textilindustrie auf. Die Larven richten dabei den größten Schaden an. Sie beschädigen Stoffe, Teppiche und verunreinigen durch Kot und Häutungsreste die angesprochenen Nahrungsmittel. In Museen können Pelzkäfer beispielsweise Schäden an präparierten Tieren verursachen.

Lebensweise und Fortpflanzung

Die Entwicklungszeit der Larven ist von äußerlichen Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Nahrung abhängig. Bei optimalen Verhältnissen dauert die Entwicklung ca. 1 Jahr, wobei die Larven bis zu 12 Stadien durchlaufen. Werden bei einer Bekämpfung daher nicht alle Larven und Käfer beseitigt, kann es zu einem erneuten Befall kommen.

Nachweis

Ein Nachweis erfolgt durch typische Schäden, sowie die Sichtung von Larven, Käfern und Häutungsresten.

Bekämpfung

Bei der Bekämpfung des Braunen Pelzkäfers findet zunächst eine Ermittlung des Befallsherdes statt. Eier, Larven und Käfer müssen restlos vernichtet werden, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Zum Einsatz kommen dabei Kontaktinsektizide oder Siliziumdioxid. Befallene Materialien oder Präparate werden für mindesten 24 Stunden bei -18°C gelagert, was zu einer Abtötung der Entwicklungsstadien führt.

Prävention

Als Prävention für Privathaushalte und Museen können simple Mottenschutzmittel eingesetzt werden.

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