Gemeiner Speckkäfer: (Dermestes lardarius)
Ordnung: Käfer Coleoptera
Familie: Speckkäfer Dermestidae


By André Karwath aka Aka [CC BY-SA 2.5], from Wikimedia Commons

Aussehen

Der ausgewachsene Speckkäfer wird bis zu 10 mm lang. Die Käfer sind langoval und fein behaart. Der Gemeine Speckkäfer hat auf dem vorderen Drittel der sonst dunklen gefärbten Flügeldecken ein helles Band mit dunklen Flecken darauf. Andere Arten sind einheitlich dunkel gefärbt.
Speckkäferlarven zeigen eine längliche Form, sind auf der Unterseite gelblich weiß, auf dem Rücken bräunlich. Der fast schwarze Rückenschild ist in jedem Segment deutlich zu erkennen und segmentiert. Die Larven besitzen dichte, borstige Haarbüschel. Am Körperende befinden sich zwei deutlich sichtbare Dornen.

Nahrung

Für die Entwicklung benötigt der Gemeine Speckkäfer Produkte tierischer Herkunft. Die Larven ernähren sich zum Beispiel von toten Insekten, Räucherwaren und Häuten. Auch Kannibalismus ist möglich. Zu der Ernährung des Speckkäfers können außerdem Federn oder Pelze gehören, da die Tiere in der Lage sind Keratin zu verdauen. In Wohnungen sind Essensreste oder Tierfutter beliebte Ziele, falls diese unverschlossen aufbewahrt wurden, aber auch Abfälle, die zu lange in der Wohnung gelassen wurden.

Schadpotential

Der gemeine Speckkäfer befällt und zerstört Nahrungsmittel und Materialien tierischen Ursprungs. Dazu zählen Felle, Häute u.ä. aber auch Tiernahrung, Getreideprodukte uvm. Ihre Eier legen sie in weichem Holz und Dämmmaterial ab, wo sie sich verpuppen und zu den ausgewachsenen Käfern entwickeln.

Lebensweise und Fortpflanzung

Die Käfer und Larven ernähren sich von verschiedensten organischen Stoffen, wie z. B. Wolle, Textilien, Vorräten, tierischen Überresten usw. Häufig in Lägern an importierten Häuten und Fellen, großer Schädling in den Seidenraupenzuchten, in Hühnerställen, wo er an den Kadavern von Hühnern lebt. Im Lebensmittelbeich wird er an Knochen, Därmen, Milchpulver, Kakaobohnen usw. schädlich, im Tierfutterbereich an Fisch- und Tiermehlen, Hundekuchen usw., die Larven bohren sich zur Verpuppung in feste Materialen ein.
Treten in der Regel nur in Getreide- oder Lebensmittellagern auf. Die Eier legt der Getreidekapuziner in der Nahrung ab. Die Eilarven bohren sich dann selbstständig in die Getreidekörner ein. Dort findet dann die weitere Entwicklung und Verpuppung statt. Die Lebensdauer der Käfer beträgt bis zu einem Jahr. In dieser Zeit können sie abhängig von der Temperatur eine bis acht Generationen entwickeln.

Nachweis

Käfer, Larven und deren Häute im Umkreis potentieller Nahrungsquellen sind eine Möglichkeit einen Befall zu erkennen. Eine weitere Möglichkeit sind kreisrunde Löcher im Dämmmaterial, wenn sich die Larven verpuppen.

Bekämpfung

Tierfutter kann unter Umständen mit inerten Gasen behandelt werden, eine physikalische Abtötung durch Hitze oder Tiefgefrieren ist möglich.

Prävention

Vor der Lagerung sind Lagerräume gründlich zu reinigen. Bei Verdacht auf einen Befall im Haushalt kann eine Ausbreitung durch die Lagerung in dicht verschließbaren Gefäßen verhindert werden. Lebensmittel müssen kühl gelagert werden.

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